Kaum ein Unternehmen hat die Technologiewelt in den letzten Jahren so stark aufgewühlt wie OpenAI. Mit ChatGPT löste das Unternehmen Ende 2022 einen globalen KI-Boom aus, der bis heute anhält. Doch wem gehört OpenAI eigentlich? Die Antwort ist komplizierter als bei den meisten Unternehmen – und hat sich zuletzt dramatisch verändert.
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OpenAI wurde im Dezember 2015 in San Francisco gegründet – nicht als klassisches Start-up auf Profitjagd, sondern bewusst als gemeinnützige Organisation. Hinter der Gründung standen klingende Namen: Elon Musk, Sam Altman, Greg Brockman, Ilya Sutskever, Wojciech Zaremba und John Schulman zählten zur Gründergruppe. Unterstützt wurden sie von Investoren wie LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman und dem Wagniskapitalgeber Peter Thiel. Das Startkapital belief sich auf rund eine Milliarde US-Dollar – allesamt als Spenden, nicht als Beteiligungen.
Das Ziel war ebenso schlicht wie ehrgeizig formuliert: Künstliche Intelligenz zum Wohle aller Menschen entwickeln. Die Entscheidung für eine Non-Profit-Struktur war dabei kein Zufall. Die Gründer wollten sicherstellen, dass KI-Forschung nicht von kurzfristigen Gewinninteressen geleitet wird, sondern an einem langfristigen gesellschaftlichen Nutzen ausgerichtet bleibt. Forschungsergebnisse wurden zunächst offen zugänglich gemacht, das Team rekrutierte führende Wissenschaftler aus aller Welt.
Mit wachsendem Erfolg zeigte sich schnell, dass die reine Non-Profit-Struktur an ihre Grenzen stößt. Die Entwicklung leistungsfähiger KI-Systeme ist extrem kapitalintensiv – Rechenkapazitäten, Talente und Infrastruktur kosten Milliarden. Spenden allein reichten nicht mehr aus.
2019 schuf OpenAI daher eine ungewöhnliche Lösung: Eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft namens OpenAI LP wurde gegründet, während die ursprüngliche Non-Profit als Mutterorganisation erhalten blieb und die Kontrolle behielt. Das sogenannte „Capped-Profit“-Modell begrenzte die Rendite für Investoren auf das Hundertfache ihrer Einlage – alles darüber hinaus floss zurück in die gemeinnützige Mission.
Kurz nach der Gründung dieser Tochtergesellschaft investierte Microsoft eine Milliarde US-Dollar in OpenAI und sicherte sich im Gegenzug Zugriffsrechte auf OpenAI-Technologien sowie die exklusive Nutzung der Microsoft-Cloud-Plattform Azure als bevorzugte Infrastruktur. Eine Partnerschaft, die sich als wegweisend erweisen sollte.
Im November 2023 erschütterte eine interne Krise OpenAI: Der Vorstand entließ CEO Sam Altman überraschend, offenbar aufgrund von Differenzen über die Richtung des Unternehmens. Was folgte, war ein beispielloser Aufstand – fast 650 der rund 770 Mitarbeiter drohten mit dem Rücktritt, falls Altman nicht zurückkehre. Microsoft heuerte Altman bereits an. Wenige Tage später war Altman zurück im Amt, der Vorstand wurde neu besetzt. Die Episode zeigte, wie fragil die Machtstrukturen innerhalb von OpenAI trotz aller Formalitäten sein können.
Der wohl bedeutendste Schritt in der Geschichte von OpenAI vollzog sich im Oktober 2025. Nach monatelangen Verhandlungen mit Investoren und Aufsichtsbehörden in Kalifornien und Delaware schloss OpenAI eine vollständige Umstrukturierung ab.
Die bisherige gewinnorientierte Tochtergesellschaft wurde in eine sogenannte Public Benefit Corporation (PBC) umgewandelt – eine Rechtsform, die gesetzlich dazu verpflichtet ist, gesellschaftliche Ziele parallel zu wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen. Die ursprüngliche gemeinnützige Organisation wurde zur „OpenAI Foundation“ und hält weiterhin Kontrolle über das Unternehmen sowie direkte Anteile an der neuen OpenAI Group PBC. Das bisherige Capped-Profit-Modell wurde durch eine klassische Aktienstruktur ersetzt, was die Kapitalbeschaffung erheblich vereinfacht.
Verwaltungsratschef Bret Taylor betonte bei der Bekanntgabe, dass die Gemeinnützigkeit die Kontrolle behalte und nun sogar direkten Zugang zu wichtigen Ressourcen gewinne.
Die genaue Eigentümerstruktur von OpenAI ist nicht vollständig öffentlich. Was bekannt ist:
Microsoft ist mit etwa 27 Prozent der wichtigste Einzelaktionär. Das Unternehmen hat über die Jahre rund 13 Milliarden US-Dollar investiert – die daraus resultierenden Anteile sind heute auf dem Papier rund 135 Milliarden Dollar wert. Microsoft ist jedoch kein stimmberechtigtes Mitglied im Vorstand und hat keine direkte Kontrollmacht über OpenAI.
SoftBank aus Japan hat sich zur mächtigsten Finanzierungsquelle entwickelt. Im Frühjahr 2025 führte SoftBank eine Finanzierungsrunde über 40 Milliarden US-Dollar an – die bis dahin größte Venture-Capital-Runde der Geschichte. Die Gesamtbeteiligung von SoftBank stieg dadurch auf rund 13 Prozent.
Weitere Investoren umfassen unter anderem Nvidia, Amazon, Thrive Capital, Khosla Ventures und den Staatsfonds MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch Mitarbeiter von OpenAI halten Anteile über ein Beteiligungsprogramm.
Die OpenAI Foundation (früher OpenAI Nonprofit) hält ebenfalls direkte Anteile an der neuen PBC und behält die übergeordnete Kontrolle über die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Im März 2026 schloss OpenAI eine weitere Megafinanzierungsrunde über 110 Milliarden US-Dollar ab, angeführt von Amazon, Nvidia und SoftBank. Die Bewertung des Unternehmens stieg damit auf rund 840 Milliarden US-Dollar – was OpenAI zu einem der wertvollsten nicht börsennotierten Unternehmen der Welt macht.
Nein – auch wenn Microsoft oft in einem Atemzug mit OpenAI genannt wird. Microsoft ist der wichtigste strategische Partner und größte Einzelaktionär, besitzt aber keine Kontrollmehrheit und sitzt nicht mit Stimmrecht im Vorstand. Die Kontrolle liegt formal bei der OpenAI Foundation als gemeinnütziger Mutterorganisation. Die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen sichert Microsoft den Technologiezugang bis mindestens 2032, während Azure als bevorzugte Cloud-Infrastruktur für die OpenAI-APIs erhalten bleibt.
Ein pikantes Kapitel in der Geschichte von OpenAI ist der Konflikt mit Elon Musk. Der einst begeisterte Mitgründer zog sich 2018 aus dem Vorstand zurück, gründete mit xAI später selbst ein konkurrierendes KI-Unternehmen und verklagte OpenAI mit der Begründung, das Unternehmen stelle kommerzielle Interessen über den gemeinnützigen Gründungsauftrag. Anfang 2025 unterbreitete Musk sogar ein Übernahmegebot von knapp 97 Milliarden US-Dollar – das OpenAI ablehnte. Der Rechtsstreit beschäftigt bis heute die Gerichte.
OpenAI gehört niemandem vollständig – und das ist durchaus Absicht. Die Konstruktion aus gemeinnütziger Stiftung als Kontrollinstanz und gewinnorientierter Unternehmenseinheit soll sicherstellen, dass kommerzielle Interessen die ursprüngliche Mission nicht vollständig verdrängen. Microsoft ist der wichtigste Geldgeber und Partner, SoftBank der aktivste Finanzinvestor, Amazon und Nvidia zunehmend strategische Verbündete. Die OpenAI Foundation bleibt das formale Dach.
Was klar ist: OpenAI hat sich vom kleinen Forschungsprojekt zum schwergewichtigsten KI-Unternehmen der Welt entwickelt – mit einer Bewertung von rund 840 Milliarden US-Dollar und einem Produkt, das fast eine Milliarde Menschen wöchentlich nutzen. Wie sich Eigentum, Kontrolle und Mission auf diesem Weg weiterentwickeln, bleibt eine der spannendsten Fragen der Technologiewelt.
FirmenBILD Redaktion
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