Verfasst von FirmenBILD Redaktion

Leichte Berufe mit hohem Gehalt – Gibt es das?

  • Gehälter, Unternehmenslandschaft
  • Vor 6 Tagen veröffentlicht

Viele träumen von einem Job, der gut bezahlt ist und trotzdem nicht zur Dauerbelastung wird. Doch was bedeutet „leicht“ eigentlich im Berufsleben? Meist sind damit Tätigkeiten gemeint, die weniger körperliche Anstrengung, überschaubares Stresslevel, geringere Verantwortung oder flexible Arbeitsbedingungen bieten – und dabei dennoch ein attraktives Gehalt ermöglichen​.

Inhaltsverzeichnis

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Natürlich ist „leicht“ relativ und hängt von persönlichen Stärken ab. Dennoch gibt es tatsächlich Berufe, die vergleichsweise stressarm sind und eine gute Work-Life-Balance ermöglichen​​.

In diesem Artikel stellen wir – nach Bildungsgrad unterteilt – verschiedene leichte Berufe mit hohem Gehalt in Deutschland (Stand 2025) vor. Für jede Kategorie nennen wir konkrete Berufsbilder, typische Gehälter und erläutern, warum sie als leicht gelten und welche Zugangsvoraussetzungen nötig sind. Übersichten in Tabellenform fassen die wichtigsten Infos je Bildungsgrad zusammen.

Ohne Schulabschluss

Ohne einen Schulabschluss sind die beruflichen Wege begrenzter – viele gut bezahlte Jobs setzen eine Ausbildung voraus. Dennoch gibt es Ausnahmen, in denen man auch ohne formalen Abschluss erfolgreich sein kann​​. Oft sind dies unkonventionelle Karrierewege oder Berufe, bei denen Praxis und Talent wichtiger sind als Zeugnisse. Hier ein paar Beispiele:

  • Politiker/in: Für politische Ämter gibt es formal keine Schulabschlusspflicht. Wer es z. B. bis in den Bundestag schafft, erhält eine üppige Diäten-Vergütung von rund 10.592 € brutto im Monat​​. Physisch ist der Job leicht und es winken Extras (Bahncard 100, Aufwandsentschädigungen), aber: Das Stresslevel und die Verantwortung sind extrem hoch – Politik ist kein typischer 9-to-5-Job. Zugang hat man über Engagement in Parteien, nicht über klassische Bewerbungen.
  • Unternehmer/in: Kein Job passt? Dann kreiere deinen eigenen! Als Selbstständige/r mit einer guten Geschäftsidee kannst du ohne Abschluss Karriere machen. Das Einkommen variiert je nach Erfolg des Unternehmens. Franchise-Nehmer verdienen z. B. im Schnitt zwischen 51.000 und 84.000 € brutto jährlich (ca. 4.300–7.000 € monatlich)​​. Flexibilität und Eigenverantwortung sind hier maximal – was Freiheit bedeutet, bringt aber auch unternehmerischen Stress und Risiko mit sich.
  • Promoter/in: Promotion-Jobs (z. B. für Marken auf Messen oder in Einkaufszentren) erfordern keine Ausbildung – Verkaufstalent und ein offenes Wesen genügen. In Vollzeit lässt sich hier überraschend gut verdienen: Einstiegsgehälter bis ~3.500 € brutto/Monat sind drin, mit Erfahrung und großen Projekten auch bis 5.000 € monatlich​​. Der Job ist körperlich leicht und oft sehr flexibel (Projektarbeit, freie Zeiteinteilung), das Stresslevel hält sich in Grenzen, solange man Freude am Umgang mit Menschen hat.
  • Programmierer/in (Quereinstieg): In der IT zählen Skills mehr als Zeugnisse. Wer sich das Programmieren selbst beigebracht hat (oder über Online-Kurse) und ein Portfolio vorweisen kann, findet auch ohne Abschluss Jobs. Softwareentwickler sind so gefragt, dass Durchschnittsgehälter von ca. 39.000–58.000 € brutto im Jahr üblich sind​​. Körperlich ist der Bürojob natürlich leicht, und viele IT-Firmen bieten Homeoffice und flexible Stunden – ideal für die Work-Life-Balance. Der mentale Stress hält sich oft in Grenzen, solange Deadlines im Rahmen bleiben. Zugangsvoraussetzung ist vor allem praktische Programmiererfahrung (z. B. durch eigene Projekte) anstelle formaler Bildung.
  • Immobilienmakler/in: Die Vermittlung von Immobilien erfordert gesetzlich zwar eine Maklererlaubnis (§34c GewO), aber kein Studium. Gute Makler/innen kombinieren Verkaufsgeschick mit Marktkenntnis. Angestellt kann man mit einem Einstiegsgehalt um 36.000 € brutto/Jahr rechnen​ (~3.000 €/Monat), Spitzenverdiener (insb. selbständig mit Verkaufsprovisionen) kommen aber auf deutlich höhere Einkommen – Provisionen bis 7 % des Verkaufspreises sind möglich​​. Der Beruf ist flexibel (freie Zeiteinteilung), körperlich leicht und vergleichsweise stressarm, solange man mit unregelmäßigem Einkommen in Flauten umgehen kann.

Übersicht: Gut bezahlte Jobs ohne Schulabschluss (Deutschland, 2025):

BerufTypisches GehaltWarum „leicht“? (Aspekte)Zugangsvoraussetzungen
Politiker/in~10.600 € brutto/Monat als MdB​körperlich nicht anstrengend; flexible Aufgaben, hohe Autonomie – aber hohe mentale Belastungkeine formalen; politisches Engagement notwendig
Unternehmer/in51.000–84.000 € brutto/Jahr (Durchschnitt als Franchise)​eigene Zeiteinteilung, unabhängig; Tätigkeit nach eigenen Vorlieben – aber Geschäftsrisiko und Verantwortungkeine; Geschäftsidee und Startkapital/Plan erforderlich
Promoter/in~3.500 € (Einsteiger) bis 5.000 € brutto/Monat​leichte, kontaktreiche Tätigkeit; i. d. R. planbare Einsätze, wenig körperliche Lastkeine; Kommunikationsstärke, Verkaufstalent
Programmierer/in (Quereinstieg)~39.000–58.000 € brutto/Jahr​Homeoffice möglich, kaum körperliche Belastung; oft flexible Arbeitszeitenkeine formalen; Programmierkenntnisse (z. B. autodidaktisch, Bootcamps)
Immobilienmakler/in~36.000 € brutto/Jahr (Angestellt, Einstiege)​; variable Provisionenfreie Zeiteinteilung, eigenverantwortlich; wenig körperliche Arbeit, moderates Stressniveaui. d. R. Schulung §34c GewO; Verkaufstalent, Führerschein vorteilhaft

Hinweis: Jobs ohne Abschluss mit hohem Gehalt sind Ausnahmen. Sie setzen oft besondere Fähigkeiten, Engagement oder Glück voraus. Die meisten gut bezahlten Berufe erfordern eine Ausbildung oder Studium​​. Dennoch zeigen obige Beispiele, dass es alternative Wege geben kann, um auch ohne schulische Qualifikation beruflich erfolgreich zu sein.

Mit Hauptschulabschluss

Mit einem Hauptschulabschluss (i. d. R. 9 Schuljahre) eröffnen sich bereits mehr Möglichkeiten. Viele Berufe des Handwerks, der Fertigung oder Dienstleistung stehen Hauptschüler/innen offen. Wichtig ist oft eine abgeschlossene Ausbildung in dem jeweiligen Berufsfeld. In dieser Kategorie finden sich auch körperliche Tätigkeiten – doch einige davon gelten trotzdem als „leicht“ im Sinne einer erträglichen Belastung und solider Work-Life-Balance. Hier ein paar gut bezahlte Berufe mit Hauptschulabschluss:

  • Maler/in und Lackierer/in: Dieser Handwerksberuf erfordert handwerkliches Geschick, ist aber körperlich moderat (viel Stehen und Streichen, jedoch ohne Extrembelastungen wie auf dem Bau). Als Maler-Azubi verdient man bereits ca. 700–800 € im Monat​​. Nach Gesellenprüfung liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.000 € brutto/Monat, mit Erfahrung (oder Meisterbrief) sind bis 4.100 €/Monat möglich​​. Die Arbeit bietet Abwechslung und kreative Aspekte (Farbgestaltung). Stress hält sich in Grenzen, da Aufträge meist planbar sind, und die Arbeitszeiten sind relativ geregelt. Zugang: 3-jährige Ausbildung; Hauptschulabschluss genügt vielen Betrieben.
  • Verkäufer/in (Einzelhandel): Ob im Supermarkt oder Modegeschäft – als Verkäufer ist kein hoher Schulabschluss nötig (Hauptschule reicht für die duale Ausbildung Kaufmann/-frau im Einzelhandel oder Verkäufer). Körperlich: viel Stehen und Ware einräumen, aber keine extremen Lasten. Psychisch: Kundenkontakt kann herausfordernd sein, aber ernsthafte Verantwortung trägt man selten. Einstiegsgehälter liegen bei ~1.600–1.900 € brutto/Monat, mit Erfahrung sind bis ~2.500 €/Monat drin​​. Viele Arbeitgeber bieten Schichtmodelle, was für flexible Freizeitplanung sorgen kann. Zugang: 2- oder 3-jährige Ausbildung im Handel.
  • Altenpfleger/in: Die Altenpflege ist zwar emotional fordernd und erfordert Empathie, jedoch empfinden viele den Job als sinnstiftend statt stressig. Körperlich gibt es Hilfsmittel (Lifter, Pflegebetten), trotzdem ist eine gewisse Fitness nötig. Dafür winkt ein vergleichsweise hohes Gehalt: Bereits Berufseinsteiger verdienen rund 3.000 € brutto pro Monat​ – weit mehr als in anderen Ausbildungsberufen. Mit Berufserfahrung (10+ Jahre) kann das Gehalt auf ~5.000 €/Monat steigen, insbesondere bei höherer Qualifikation (z. B. Stationsleitung). Schichtdienst gehört dazu, aber oft gibt es Ausgleichstage. Zugang: 3-jährige Ausbildung (Voraussetzung: Hauptschulabschluss, teils zusätzlich ein einjähriges Pflegepraktikum).
  • Kundenberater/in (Call Center/Service): Hauptschulabsolventen können im Kundenservice Fuß fassen – sei es im Call-Center, IT-Support oder vor Ort im Kundendienst. Die Tätigkeit ist körperlich leicht (Büroarbeit, Telefonieren) und folgt meist klaren Skripten und Prozessen, was den Stress begrenzt. Wichtige Soft Skills sind Kommunikation und Geduld. Gehaltlich liegt der Einstieg bei ~1.500–2.000 € brutto/Monat, mit Erfahrung bis ca. 2.500–3.000 €. Oft werden flexible Teilzeitmodelle angeboten, was die Work-Life-Balance verbessern kann. Zugang: Anlernzeit oder kurze Schulungen beim Arbeitgeber; manchmal Ausbildung z. B. als Servicefachkraft.
  • Montage- oder Produktionshelfer/in: In Fabriken (z. B. Automobilbau) werden oft Helfer für einfache Montagetätigkeiten gesucht. Man führt repetitive Handgriffe am Fließband aus oder bereitet Material für Fachkräfte vor. Das ist körperlich wenig anspruchsvoll (meist Stehen oder Sitzen, keine schweren Lasten) und mental wenig stressig – allerdings monoton. Nachtschichten können vorkommen, bringen aber Zuschläge. Im Schnitt liegt das Jahresgehalt bei ca. 28.000–30.000 € brutto (≈2.300–2.500 € im Monat)​, in großen Industriebetrieben teils mehr, vor allem durch Schichtzulagen. Zugang: kein Lehrabschluss nötig; Anlernen on the job (Hauptschule als Basis ausreichend).

Übersicht: Gut bezahlte Berufe mit Hauptschulabschluss:

BerufTypisches Gehalt (brutto)Besonderheiten („leicht“ weil…)Ausbildung/Zugang
Maler/in~2.000 €/Monat Einstieg; bis 4.100 € mtl. mit Meister​kreativ, abwechslungsreich; moderate körperliche Belastung3 Jahre Lehre (Handwerk)
Verkäufer/in~1.600–1.900 €/Monat Einstieg; bis ~2.500 € mtl. mit Erfahrung​einfache, routinierte Abläufe; Kundengeschäft planbar; körperlich wenig anspruchsvoll2–3 Jahre Lehre (Handel)
Altenpfleger/in~3.000 €/Monat Einstieg; bis ~5.000 € mtl. mit Erfahrung​sinnstiftend; Teamarbeit; Hilfsmittel für körperliche Arbeiten; krisensicher3 Jahre Ausbildung (Pflege)
Kundenberater/in~1.500–2.000 €/Monat Einstieg; bis ~3.000 € mtl. erfahren​sitzende Tätigkeit; klar definierte Prozesse, wenig körperlich; oft geregelte ZeitenAnlernjob oder kurze Fachschulung
Montage-/Produktionshelfer~28.000–30.000 € Jahr (≈2.400 €/Monat)​einfache Routine, kaum Verantwortung; Nachtschicht-Zuschläge verbessern GehaltAnlernjob (Hauptschule ausreichend)

Tipp: Mit Hauptschulabschluss lohnt es sich, eine duale Ausbildung abzuschließen. Einige Ausbildungsberufe bieten bereits überdurchschnittliche Azubi-Vergütungen und später gute Löhne – z. B. in der Industrie oder im Handwerk. So erhalten angehende Industriemechaniker schon in der Lehre ~1.150 € brutto monatlich​​. Auch Elektroniker oder Anlagenmechaniker (z. B. Rohrsystemtechnik) gehören zu den Ausbildungsberufen, die für Hauptschüler zugänglich und gut bezahlt sind​​. Nach der Lehre winken weitere Aufstiegschancen (siehe Kategorie 6: Weiterbildung).

Mit Realschulabschluss / mittlerer Reife

Der Realschulabschluss (Mittlere Reife) erweitert das Berufsspektrum erheblich. Zahlreiche kaufmännische, technische und kreative Ausbildungsberufe setzen mindestens die Mittlere Reife voraus. Viele davon bieten gute Gehälter und vergleichsweise angenehme Arbeitsbedingungen. Hier einige leichte Berufe, die man mit Realschulabschluss ergreifen kann:

  • Kaufmann/-frau für Büromanagement: Der Büroalltag mit Organisations-, Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben ist körperlich sehr leicht und folgt geregelten Arbeitszeiten. Mit Realschule stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz gut. Das Einstiegsgehalt nach Lehre liegt um ~38.000 € brutto jährlich (Median)​, also rund 3.150 € im Monat, kann mit Zusatzqualifikationen aber noch steigen. Als „Mädchen für alles“ im Büro ist der Stress meist moderat, solange man Organisationstalent besitzt. Zugang: 3-jährige kaufmännische Ausbildung.
  • Industriekaufmann/-frau: In diesem bürogebundenen Beruf arbeitet man in Industriebetrieben an kaufmännischen Prozessen (Auftragsabwicklung, Einkauf, Personal etc.). Dank tariflicher Strukturen sind Gehälter attraktiv: typischer Einstiegsverdienst ca. 35.000–37.000 € brutto/Jahr (knapp 3.000 €/Monat). Arbeitszeiten sind i. d. R. geregelt; die Tätigkeit ist planbar und nicht körperlich anstrengend. Stress entsteht meist nur in Quartalsabschlussphasen. Zugang: 3 Jahre Ausbildung; mittlere Reife üblich.
  • Fachinformatiker/in (Anwendungsentwicklung oder Systemintegration): Diese IT-Ausbildung (mittlere Reife erforderlich) ist eine Alternative zum Studium und sehr gefragt. Man lernt Programmiersprachen oder Netzwerktechnik, was intellektuell fordernd, aber für IT-Affine eher Spaß als Stress bedeutet. Die Arbeit später erfolgt oft in Büros oder remote, körperlich mühelos. Laut Gehaltsanalysen liegt das Mediangehalt für Berufseinsteiger um 41.000 € brutto/Jahr​ (~3.400 €/Monat). Da Fachinformatiker knapp sind, sind Aufstieg und Gehaltserhöhungen realistisch. Zugang: 3 Jahre duale Ausbildung in der IT-Branche.
  • Technische/r Produktdesigner/in: Hier verbindet sich Kreativität mit Technik. Produktdesigner (früher Technische Zeichner) erstellen am CAD-Computer Modelle und Pläne für Maschinen oder Produkte. Körperliche Arbeit fällt nicht an; man sitzt im Büro und tüftelt – ideal für detailverliebte Köpfe. Die Ausbildung (mittlere Reife meist Voraussetzung) dauert 3,5 Jahre. Die Gehälter liegen in der Industrie bei ~34.000–40.000 € brutto jährlich für Berufsanfänger. Der Job gilt als vergleichsweise stressarm, da Aufgaben klar definiert und Projektfristen planbar sind​​. Zugang: duale Ausbildung, oft in Industrieunternehmen.
  • Sozialversicherungsfachangestellte/r: Ein weniger bekannter Büroberuf im öffentlichen Dienst oder bei Krankenkassen/Rentenversicherungen. Er erfordert Mittlere Reife. Man bearbeitet Anträge, berät Versicherte – Aufgaben mit hoher Struktur und wenig körperlichem Einsatz. Interessant ist das Gehalt: Laut StepStone beträgt das Einstiegs-Mediangehalt ~45.000 € brutto/Jahr​ (~3.750 €/Monat), womit „SoFa“ zu den Top-Verdienern unter Ausbildungsberufen gehört. Die Work-Life-Balance ist i. d. R. sehr gut (Behördenarbeitszeiten, sichere Anstellung). Zugang: 3 Jahre Ausbildung bei einer Sozialversicherung.

Übersicht: Gut bezahlte Berufe mit Realschulabschluss:

BerufTypisches Gehalt (Einstieg)Warum gilt der Job als „leicht“?Ausbildungsdauer
Bürokaufmann/-frau~38.000 € brutto/Jahr (Median)​Bürojob: sitzend, geregelte Zeiten; vielfältig, aber planbar3 Jahre
Industriekaufmann/-frau~36.000 € brutto/Jahr (tariflich)​kaufmännisch, Innendienst; klare Abläufe, wenig körperlich3 Jahre
Fachinformatiker/in~41.000 € brutto/Jahr (Median)​IT-Job: remote möglich, kreative Problemlösung; hohe Flexibilität, gefragter Beruf3 Jahre
Technische/r Produktdesigner~36.000 € brutto/Jahr (branchenabhängig)kreative Bürotätigkeit; kaum Zeitdruck, körperlich sehr leicht3.5 Jahre
Sozialversicherungsfachang.~45.000 € brutto/Jahr (Median)​Verwaltungsjob mit Beamten-Anteilen; strukturierte Aufgaben, sichere Arbeitszeiten3 Jahre

Auch viele weitere Berufe mit Realschulabschluss ermöglichen ein gutes Einkommen bei moderatem Stress. Beispiele: Bankkaufmann/-frau (Banken bevorzugen oft Mittlere Reife oder Abitur; Einstiegsgehälter ~41.500 €​)– ein seriöser Bürojob, allerdings mit Kundenkontakt und Verkaufsdruck. Oder Elektroniker/in in diversen Fachrichtungen (benötigt ebenfalls Mittlere Reife): Hier arbeitet man technisch, aber nicht schwer körperlich, und verdient z. B. als Elektroniker für Automatisierung ~43.000 € brutto im Jahr zum Berufseinstieg​.

Mit (Fach-)Abitur

Wer das (Fach-)Abitur in der Tasche hat, hat Zugang zu allen Ausbildungsberufen – einschließlich solcher, die weniger für Real- oder Hauptschüler vorgesehen sind. Zudem qualifiziert Abitur für duale Studiengänge und bestimmte Beamtenlaufbahnen. In dieser Kategorie betrachten wir Berufe, die typischerweise Abiturient/innen ergreifen (teils weil der Job dies verlangt, teils weil Bewerberprofil). Diese Jobs bieten oft hervorragende Gehälter und sind trotzdem nicht mit übermäßigem Stress oder körperlicher Plackerei verbunden:

  • Fluglotse/Fluglotsin: Einer der bestbezahlten Ausbildungsberufe überhaupt – allerdings äußerst selektiv. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) erwartet meist (Fach-)Abitur und besteht auf strengen Eignungstests. Schafft man es, winkt ein Einstiegsgehalt von rund 9.500 € brutto im Monat nach der Ausbildung. Das ist enorm, doch kommt nicht „gratis“: Die Ausbildung ist anspruchsvoll, und im Job trägt man für hunderte Menschenleben Verantwortung – Stressresistenz ist ein Muss. Körperlich ist der Tower-Job hingegen leicht (Sitzen am Radar) und die Schichtpläne lassen ausreichend Freizeit zu. Zugang: 3-jährige spezialisierte Ausbildung bei der DFS (inkl. bezahlter Theorie- und Praxisphasen).
  • Duales Studium Beamter/in (gehobener Dienst): Abitur ermöglicht den Einstieg in duale Studiengänge bei Behörden, z. B. als Inspektoranwärter in der Verwaltung oder Polizei-Kommissaranwärter. Diese führen zu einem Bachelor und Beamtenstatus. Das Gehalt im Vorbereitungsdienst beträgt ca. 1.300–1.500 € netto (Anwärterbezüge), danach erfolgt Übernahme als Beamter A9/A10. Im Finanzamt oder der Stadtverwaltung verdient man dann etwa 3.500–4.000 € brutto/Monat als Berufsanfänger. Die Work-Life-Balance ist oft hervorragend (39-Stunden-Woche, Gleitzeit), und die Tätigkeit ist strukturiert und sicher. Zugang: Abitur/Fachabitur + bestandene Einstellungstests; Studiendauer ~3 Jahre.
  • Verkehrsflugzeugführer (Pilot): Die Ausbildung zum/zur Pilot/in erfordert in der Regel Abitur und sehr gute Englischkenntnisse. Sie ist kosten- und zeitintensiv, wird aber bei Airlines teils vorfinanziert. Ist man einmal Co-Pilot oder Kapitän bei einer großen Fluggesellschaft, gehören Pilot/innen zu den Top-Verdienern: Je nach Airline und Berufsjahren können Gehälter zwischen ~6.000 und 12.000 € brutto monatlich erreicht werden. Der Job ist körperlich wenig fordernd, aber die Verantwortung (Sicherheit der Passagiere) und der unregelmäßige Schichtdienst sind belastend. Dennoch berichten viele Piloten von zufriedenstellender Work-Life-Balance dank großzügiger Freizeitblöcke nach Langstreckeneinsätzen. Zugang: Flugschule (2 Jahre) + Lizenz; Abitur, medizinische Tauglichkeit und Eignungstests erforderlich.
  • Handelsfachwirt (Abiturientenprogramm im Einzelhandel): Viele große Handelsunternehmen (Supermarktketten, Discounter) bieten Abiturient/innen ein verkürztes Ausbildung+Weiterbildung-Programm an. Dabei macht man in ~3 Jahren eine Lehre und den Fachwirt im Handel. Anschließend kann man z. B. als Filialleiter/in arbeiten – ein Job mit hohem Verantwortungsbereich, aber klaren Prozessen. Das Gehalt ist für junge Führungskräfte sehr attraktiv, oft ~45.000–55.000 € brutto/Jahr zum Einstieg. Trotz Führungsverantwortung gilt der Job als machbar, da die Konzepte im Einzelhandel standardisiert sind. Zugang: Abitur; Kombination aus Ausbildung Kaufmann im Einzelhandel + IHK-Handelsfachwirt, ca. 3 Jahre.

Übersicht: Gut bezahlte Berufe (bzw. Ausbildungswege) mit Abitur:

Beruf/LaufbahnTypisches GehaltBesonderheiten („leicht“)Ausbildungsdauer
Fluglotse/Fluglotsin~9.500 € brutto/Monat (Einstieg)​körperlich sehr leicht; Schichtblöcke mit Freizeit – aber hohe psychische Anforderungen durch Verantwortung3 Jahre Ausbildung (DFS)
Beamter/in geh. Dienst (z. B. Verwaltung)~3.800 € brutto/Monat nach dualem Studiumkrisensicher, geregelt (Beamtenstatus); Work-Life-Balance oft hervorragend3 Jahre duales Studium
Verkehrspilot/in~6.000–12.000 € brutto/Monat (je nach Airline/Erfahrung)faszinierender Arbeitsplatz, körperlich bequem; lange Ruhezeiten nach Flügen – aber unregelmäßige Arbeitszeiten und hohe Verantwortung~2 Jahre Flugschule (+ kontinuierliches Training)
Handelsfachwirt (IHK)~50.000 € brutto/Jahr (Filialleitung nach Programm)Führungsposition in jungen Jahren; standardisierte Abläufe, planbare Aufgaben; körperlich wenig forderndca. 3 Jahre (Kombiprogramm)

Natürlich können Abiturient/innen auch alle zuvor genannten Ausbildungen machen – teils mit noch besseren Karriereperspektiven. Zudem haben sie die Möglichkeit, an die Ausbildung eine Weiterbildung oder ein Studium dranzuhängen, um weiter aufzusteigen. Doch bereits ohne Studium gibt es attraktive Optionen, wie man sieht. Wer lieber zunächst studieren möchte, für den ist die nächste Kategorie interessant.

Mit abgeschlossenem Studium

Ein abgeschlossenes Hochschulstudium öffnet die Türen zu vielen der bestbezahlten Berufe. Doch hohes Gehalt geht oft mit hohem Leistungsdruck einher – denkt man zumindest an Ärzte, Anwälte, Manager. Es gibt allerdings akademische Berufe, die als weniger stressig gelten und dennoch gut entlohnt werden. Einige Beispiele für leichte Berufe mit Studium:

  • Softwareentwickler/in (Informatik): IT-Berufe rangieren regelmäßig unter den gut bezahlten Jobs mit relativ entspanntem Umfeld​. Ein/e Softwareentwickler/in mit Bachelor in Informatik startet in Deutschland mit etwa 44.000–68.000 € brutto Jahresgehalt (je nach Branche)​. Die Arbeit ist flexibel – Homeoffice, Gleitzeit und projektorientiertes Arbeiten sind in der Tech-Branche üblich. Körperliche Belastung existiert praktisch nicht. Das Stresslevel hängt von Projekten ab, ist aber in vielen Entwickler-Jobs dank agiler Planung und Teamarbeit gut handhabbar. Viele empfinden das tüfteln am Code eher als Freude denn als Stress.
  • Data Analyst / Data Scientist: Datenexperten (oft mit Studium in Statistik, Wirtschaftsinformatik o. ä.) sind gefragt, um aus großen Datenmengen Erkenntnisse zu gewinnen. Die Tätigkeit ist analytisch und erfolgt meist in ruhiger Büroumgebung – kein Lärm, kein körperlicher Einsatz, stattdessen Zahlen und Tools. Typische Gehälter liegen bei ~3.500–6.000 € brutto pro Monat (42–72 T€ im Jahr)​​. Die Work-Life-Balance ist oft gut, da viele Unternehmen feste Bürozeiten haben und Überstunden selten sind. Zugang: Bachelor/Master in relevantem Fach; Quereinstieg mit entsprechenden Fähigkeiten auch möglich.
  • Materialwissenschaftler/in: Ein Spezialist/eine Spezialistin für Werkstoffe (Material Science) untersucht z. B. Eigenschaften von Kunststoffen, Metallen etc. und arbeitet häufig in Laboren oder Entwicklungsabteilungen. Laut Analysen gehört dieser Beruf zu denjenigen mit viel Gehalt bei vergleichsweise wenig Stress – ein Einstiegsgehalt zwischen ~48.000 und 65.000 € brutto jährlich ist realistisch​​. Die Arbeitszeiten sind meist geregelt; Forschung & Entwicklung verlaufen ohne Hektik, dafür systematisch. Körperlich ist der Job ebenfalls unbeschwert. Zugang: Masterabschluss (z. B. Werkstofftechnik, Chemieingenieurwesen).
  • Apotheker/in: Nach dem Pharmazie-Studium (Staatsexamen) arbeiten viele in öffentlichen Apotheken. Körperlich ist das Stehen im Verkaufsraum die größte Anstrengung. Psychisch ist der Druck moderat: Zwar trägt man Verantwortung für korrekte Medikamentenabgabe, doch die Aufgaben sind Routine und Notdienste geregelt. Das Gehalt liegt – tariflich gesichert – für angestellte Apotheker/innen etwa bei 3.700–4.500 € brutto im Monat (je nach Berufsjahren und Bundesland). Mit Promotion oder als Filialleiter/in steigt es weiter an. Auch Arbeitszeiten sind human (45-Stunden-Woche, keine Nachtschicht außer gelegentlichem Notdienst). Zugang: 5 Jahre Studium + Approbation.
  • Lehrer/in (Gymnasium): Lehrkräfte stehen oft im Ruf, überlastet zu sein – doch das hängt stark vom Fach und der Schulart ab. Gymnasiallehrer (Master + Referendariat) verdienen verbeamtet Einstiegsgehälter von ~4.500–4.800 € brutto im Monat (A13). Körperlich ist der Beruf leicht, und flexible Ferienzeiten sowie ein freier Nachmittag pro Woche sorgen für Entspannung. Das Stresslevel variiert: Unterrichtsvorbereitung und Korrekturen gehören dazu, aber man hat auch einen hohen Grad an Autonomie bei der Gestaltung. Viele schätzen die langfristige Sicherheit und Planbarkeit. Zugang: Master of Education + Lehramt Ref. + Staatsprüfung.

Übersicht: Gut bezahlte Berufe mit Studium (und relativ geringem Stress):

BerufTypisches GehaltAspekte der „Leichtigkeit“Studienabschluss
Softwareentwickler/in~44.000–68.000 € brutto/Jahr​Homeoffice, flexible Projekte; kreative Problemlösung statt Akkord; kaum HierarchiedruckB.Sc. Informatik (o.Ä.)
Data Scientist~3.500–6.000 € brutto/Monat​analytische Büroarbeit; planbare Aufgaben, selten Notfälle; moderne ArbeitskulturB.Sc./M.Sc. Datenfächer
Materialwissenschaftler~48.000–65.000 € brutto/Jahr​forschungsorientiert; Arbeiten im Labor oder Büro, wenig Hektik; geregelte ZeitenM.Sc. Ingenieur/Science
Apotheker/in~4.000 € brutto/Monat (Tarif E6 nach Studium)geregelter Apothekenalltag; Routine mit Kundenkontakt, körperlich leicht; Beamten-ähnliche SicherheitStaatsexamen Pharmazie
Lehrer/in (Gym)~4.600 € brutto/Monat (Beamten-Einstieg A13)sehr planbare Arbeitszeiten (Ferien etc.); pädagogische Freiheit; körperlich anspruchslosMaster + 2. Staatsexamen

Akademiker-Tipp: Nicht jeder mit Studium will die Karriereleiter bis zum Burnout hochhechten. Es lohnt sich, bei Jobwahl auf Branchensegmente mit guter Work-Life-Balance zu achten. Öffentlicher Dienst, Bildung, Forschung oder auch interne Unternehmensbereiche (statt z. B. Beratung) gelten als entspannter und bieten dennoch teils Spitzengehälter. Interessant: Das Mediangehalt von Arbeitnehmern mit Bachelor-Abschluss liegt in Deutschland bei ca. 51.250 € – ähnlich dem von Meistern (52.000 €)​​. Ein Studium allein garantiert also nicht automatisch höhere Löhne, es kommt auf die Branche an. Wer bereits einen Bachelor hat, kann mit Zusatzqualifikationen weiter punkten – damit sind wir bei der letzten Kategorie.

Mit Weiterbildung (z. B. Meister, Techniker, Fachwirt)

Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht das Ende: Durch Weiterbildungen wie den Handwerks- oder Industriemeister, staatlich geprüften Techniker oder Fachwirt (IHK) kann man sich für besser bezahlte Positionen qualifizieren – ohne klassischen Hochschulweg. Oft gehen damit Führungsaufgaben oder Spezialistenrollen einher, die zwar mehr Verantwortung tragen, aber auch höhere Gehälter und teils bessere Arbeitsbedingungen bieten (z. B. weg von harter körperlicher Arbeit hin zu Planung/Supervision). Hier einige Beispiele:

  • Handwerks- oder Industriemeister/in: Meister führen Teams, bilden Azubis aus und organisieren Arbeitsabläufe. Sie stehen zwischen Management und Arbeitern, was den Stress meist in Grenzen hält: klare Strukturen, aber immer noch praktische Nähe. Finanziell lohnt es sich enorm: Im Schnitt verdienen Meister in Deutschland rund 52.000 € brutto im Jahr (Median) – deutlich mehr als der Durchschnitt aller Arbeitnehmer​. In manchen Fachrichtungen schießen die Gehälter noch höher: z. B. Industriemeister Chemie ~79.000 €, Netzmeister (Energie) ~69.750 € jährlich​​. Damit lässt man viele Akademiker hinter sich. Zugang: i. d. R. Berufsausbildung + mehrjährige Praxis, dann 1-2 Jahre Weiterbildung (Abendschule oder Vollzeitkurse) mit IHK-Prüfung.
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: Der Techniker ist eine schulische Weiterbildung (2 Jahre Vollzeit oder länger berufsbegleitend) für Praktiker, z. B. Maschinenbautechniker, Elektrotechniker. Techniker übernehmen Planungs-, Entwicklungs- oder Führungsaufgaben im Betrieb und entlasten Ingenieure. Gehalt: durchschnittlich etwa 48.800 € brutto/Jahr (4.067 €/Monat)​, Tendenz steigend mit Erfahrung (nach 10 Jahren ~55.000 €). Die Tätigkeit ist meist weniger körperlich als die ursprüngliche Facharbeiterrolle – mehr Schreibtisch, weniger Werkbank – und die Arbeitszeiten sind häufig regulärer (Tagschicht). Zugang: Ausbildung + meist 1 Jahr Berufserfahrung, dann Fachschule Techniker.
  • Fachwirt/in (IHK) bzw. Fachkaufmann/-frau: Fachwirte sind betriebswirtschaftliche Weiterbildungen in diversen Branchen (Industrie, Handel, Finanz, Gesundheit etc.). Sie qualifizieren für mittleres Management. Ein/e Fachwirt/in verdient im Median etwa 4.510 € brutto im Monat (≈ 54.000 € im Jahr)​, wobei 50% in einer Spanne von ~50.000 bis 62.000 € liegen. Das übertrifft viele Bachelor-Absolventen. Die Arbeit eines Fachwirts – z. B. als Büroleitung, Vertriebsleiter/in oder Filialmanager – ist verantwortungsvoll, aber planbar. Man hat Bürotätigkeit, Meetings, moderate Reisetätigkeit. Zugang: i. d. R. kaufmännische Ausbildung + Berufserfahrung + 1-2 Jahre nebenberuflicher IHK-Lehrgang.
  • Betriebswirt/in (staatlich/IHK): Noch einen Schritt weiter geht der geprüfte Betriebswirt (IHK) oder der staatlich geprüfte Betriebswirt – eine Aufstiegsfortbildung auf Master-Niveau für Praktiker. Dieser Weg führt oft zu Führungspositionen in Unternehmen. Gehälter können hier stark variieren, in leitenden Funktionen aber durchaus >60.000 € erreichen. Die Work-Life-Balance hängt von der konkreten Position ab – ein Betriebswirt im Controlling hat z. B. geregelte Office-Zeiten, während einer im Vertrieb viel unterwegs sein kann.

Übersicht: Hohe Gehälter durch Weiterbildung:

WeiterbildungTypisches Gehalt (nach Abschluss)Vorteile gegenüber Facharbeiter-TätigkeitDauer der Weiterbildung
Meister/in (HWK/IHK)Ø ~52.000 € brutto/Jahr​ (alle Meister); bis ~79.000 € in top Branchen​Führungsposition, weniger körperlich; hohe Anerkennung, Gehaltsplus ~+15–20% ggü. Facharbeiter​1–2 Jahre (je nach Art)
Techniker/inØ ~48.800 € brutto/Jahr​ (nach einigen Jahren Erfahrung oft >50k)Planung statt Ausführung; meist Tagschicht; ähnlich anerkannt wie Bachelor​2 Jahre Vollzeit (oder 4 in Teilzeit)
Fachwirt/in (IHK)Median ~54.000 € brutto/Jahr​ (je nach Branche unterschiedlich)Einstieg ins Management; Bürotätigkeit; breites Einsatzfeld; Gehalt oft auf Bachelor-Niveau1–1.5 Jahre berufsbegl.
Betriebswirt/in (IHK)~60.000 €+ brutto/Jahr (in Leitungsfunktion, branchenabhängig)strategische Aufgaben; Unternehmensführung möglich; maximaler Karriereschub ohne Studium~2 Jahre berufsbegl. (nach Fachwirt)

Weiterbildungen erfordern zwar zunächst zusätzliche Anstrengung neben dem Job, zahlen sich aber langfristig aus. Laut einer StepStone-Analyse verdienen Beschäftigte mit Meisterbrief im Median etwa so viel wie Akademiker mit Bachelor​​. Zudem sind qualifizierte Meister/Techniker/Fachwirte sehr gefragt, was zu Job-Sicherheit und oft komfortableren Arbeitsbedingungen führt (häufig unbefristete Stellen, Positionen mit Einfluss auf die Arbeitsgestaltung).

Fazit: Karriere machen – auch ohne High Stress

Hohe Gehälter sind nicht automatisch an knochenharte oder ultrastressige Jobs gebunden. Es gibt in jeder Bildungsstufe Möglichkeiten, einen gut bezahlten und dennoch „leichten“ Beruf zu finden – sei es durch clevere Berufswahl, Weiterqualifizierung oder Quereinstieg. Entscheidend ist, die eigenen Stärken und Vorlieben zu kennen​: Wer nicht gerne körperlich schuftet, wählt eher Büro- oder IT-Berufe; wer kein Fan von Dauerstress ist, meidet die hektische Beratung und sucht ein strukturierteres Umfeld.

Die Beispiele nach Bildungsgrad zeigen: Vom Quereinsteiger ohne Abschluss (etwa im Verkauf oder als Programmierer) bis zum Master-Absolventen in einem entspannten F&E-Job – überall gibt es Nischen mit günstiger Kombination aus Gehalt und Lebensqualität. Eine Weiterbildung kann zusätzliche Türen öffnen und das Gehalt steigern, ohne dass man die Seiten wechseln muss. Letztlich gilt: Leicht heißt nicht „nichts tun müssen“, sondern einen Job zu finden, der einen fordert, aber nicht überfordert, und der gut entlohnt wird für die Leistung, die man gerne erbringt. In diesem Sinne lohnt es sich, bei der Karriereplanung sowohl auf den Geldbeutel als auch auf die Gesundheit zu achten – denn der Traumjob vereint beides.

PR-Redaktion

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