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Umzug nach Dachau: Warum der Parkplatz vor der Tür oft wichtiger ist als der LKW

  • Ratgeber
  • Vor 1 Tag veröffentlicht

Viele, die aus München nach Dachau ziehen, rechnen mit einem entspannten Umzug. Kürzere Wege, weniger Verkehr, mehr Platz. Stimmt auch größtenteils, nur der Umzugstag selbst hat seine eigenen Tücken. Und die fangen selten bei den Kisten an, sondern auf der Straße.

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Bei meinem Umzug von der Maxvorstadt nach Dachau-Ost habe ich genau das unterschätzt. Wir hatten Helfer, einen gemieteten Transporter und einen ziemlich guten Plan, aber keinen Parkplatz. Weder in München noch in Dachau. Aus geplanten fünf Stunden wurden neun. Beim nächsten Mal würde ich eine Umzugsfirma in Dachau beauftragen, die sich um diese Dinge kümmert, bevor der erste Karton getragen wird. Ein paar Sachen habe ich trotzdem gelernt, die auch für alle gelten, die lieber selbst organisieren.

Halteverbot: an beide Adressen denken

Die Halteverbotszone beantragt man dort, wo der LKW stehen soll. In Dachau ist dafür die Stadt zuständig, in München das Kreisverwaltungsreferat. Wer von München nach Dachau zieht, braucht also im Zweifel zwei Genehmigungen bei zwei verschiedenen Behörden. Die Schilder müssen einige Tage vor dem Termin stehen damit Autos die dort schon parken rechtzeitig weg sind. Zwei bis drei Wochen Vorlauf sind realistisch.

Besonders eng wird es in der Altstadt oben am Berg, wo die Straßen schmal und teils steil sind. Da ist ein freier Platz direkt vor der Tür kein Luxus, sondern Voraussetzung. Und selbst mit Schildern steht fast immer irgendwer drin. Abschleppen lassen kann man dann nur über Polizei oder Ordnungsbehörde, und das dauert. Hilft nur ein früher Start und etwas Geduld.

Der Trageweg entscheidet über den Preis

Das hat mir erst ein Möbelpacker bei der Besichtigung erklärt: Für die Kalkulation zählt nicht nur das Volumen, sondern wie weit und wie hoch getragen werden muss. Dritter Stock im Altbau ohne Aufzug, enges Treppenhaus mit Kurve, dazu dreißig Meter bis zum Wagen. Das ist ein komplett anderer Auftrag als ein Reihenhaus in Augustenfeld mit Garage direkt vor der Tür. Seriöse Firmen fragen genau das ab oder schauen es sich vor Ort an. Wer nur nach der Wohnungsgröße gefragt wird, bekommt ein Angebot, dass am Umzugstag selten hält.

Wann sich ein Möbellift lohnt

In älteren Häusern passen große Möbel oft schlicht nicht durchs Treppenhaus. Das Sofa, das beim Einzug vor zehn Jahren irgendwie hochgekommen ist, kommt nicht unbedingt auf dem selben Weg wieder runter. Ein Außenaufzug über Balkon oder Fenster spart dann Zeit, Wände und Nerven. Dafür braucht es allerdings auch Platz auf der Straße, also wieder das Thema Halteverbot.

Unterm Strich: Der LKW ist schnell gebucht, der Platz davor nicht. Wer das früh klärt, hat am Umzugstag den größten Stressfaktor schon erledigt. Und die neuen Nachbarn lernt man sowieso lieber beim Grillen kennen als morgens um acht mit einer Waschmaschine im Weg.

Umzugskosten absetzen: Was schon beim Angebot der Umzugsfirma zählt

Die meisten denken an die Steuer erst im Frühjahr drauf, wenn die Rechnung längst in irgendeinem Karton verschwunden ist. Dabei entscheidet sich schon beim Angebot, wieviel man später zurückbekommt.

Wer ein Umzugsunternehmen in Dachau oder im Landkreis beauftragt, sollte deshalb schon beim ersten Gespräch drei Dinge klären: wie die Rechnung aufgebaut ist, wie bezahlt wird und wer bei Schäden haftet. Ich bin kein Steuerberater und für den Einzelfall lohnt sich ein Profi, die Grundlagen sind aber schnell erklärt.

Privater Umzug: haushaltsnahe Dienstleistung

Auch wer privat umzieht, kann einen Teil der Kosten geltend machen. Umzugsleistungen zählen als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG. Abziehbar sind 20 Prozent der Arbeitskosten, und zwar direkt von der Steuerschuld, bis zu einem jährlichen Höchstbetrag. Das entscheidende Wort ist Arbeitskosten. Kartons und Verpackungsmaterial zählen nicht dazu.

Deshalb sollte der Arbeitsanteil auf der Rechnung seperat ausgewiesen sein. Viele Firmen machen das von sich aus, bei manchen muss man nachfragen. Am besten gleich beim Angebot, denn eine Rechnung nachträglich aufzuschlüsseln ist für beide Seiten mühsam.

Zweiter Stolperstein ist die Barzahlung. Das Finanzamt erkennt die Kosten nur an, wenn auf ein Konto überwiesen wurde. Wer am Umzugstag den Packern Bargeld in die Hand drückt, hat einen netten Moment, aber keinen Steuervorteil. Das Trinkgeld darf natürlich trotzdem bar sein.

Beruflicher Umzug: deutlich mehr drin

Wer wegen des Jobs umzieht, etwa für eine neue Stelle oder weil sich der Arbeitsweg um mindestens eine Stunde täglich verkürzt, kann die Kosten in der Regel als Werbungskosten ansetzen. Das betrifft gar nicht so wenige, die von weiter draußen nach Dachau ziehen, um näher an ihrem Arbeitsplatz in München zu sein. Dann zählt nicht nur der Arbeitsanteil, sondern die gesamte Rechnung der Umzugsfirma, dazu Fahrtkosten und eine Pauschale für sonstige Ausgaben. Die Beträge werden regelmäßig angepasst, hier lohnt sich also ein aktueller Blick.

Und wenn etwas kaputtgeht?

Ein Punkt, der mit Steuern nichts zu tun hat, aber genau so ins Angebot gehört, ist die Haftung. Umzugsunternehmen haften in Deutschland gesetzlich bis zu 620 Euro pro Kubikmeter Laderaum. Klingt ordentlich, ist bei einem Designersofa oder einem Klavier aber schnell zu wenig. Wer hochwertige Möbel hat, sollte nach einer zusätzlichen Transportversicherung fragen und sich das schriftlich geben lassen.

Arbeitskosten getrennt ausgewiesen, Zahlung per Überweisung, klare Aussage zur Haftung. Fünf Minuten Nachfragen, die sich im nächsten Frühjahr bezahlt machen.

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