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Bachelor Professional in IT: Der neue Aufstiegsweg für IT-Fachkräfte

  • Ratgeber
  • Vor 3 Wochen veröffentlicht

Der Bachelor Professional in IT ist ein staatlich anerkannter Fortbildungsabschluss, der formal auf einer Stufe mit dem akademischen Bachelor steht – erworben wird er jedoch nicht über ein Studium, sondern über die berufliche Aufstiegsfortbildung und eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Für erfahrene IT-Fachkräfte, die beruflich aufsteigen wollen, ohne ein klassisches Studium zu absolvieren, eröffnet der Abschluss einen Karriereweg, der sich konsequent berufsbegleitend gestalten lässt – und der in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Was ist der Bachelor Professional in IT?

Hinter der Bezeichnung steckt ein Abschluss der höherqualifizierenden Berufsbildung, der auf die Aufgaben einer Nachwuchsführungskraft im IT-Bereich vorbereitet. Im Zentrum steht die eigenständige Planung und Durchführung von IT-Projekten. Das Berufsprofil umfasst darüber hinaus die Optimierung IT-gestützter Geschäfts- und Arbeitsprozesse ebenso wie die betriebswirtschaftliche Beratung von Entscheidungsträgern, wenn über notwendige IT-Investitionen zu entscheiden ist.

Ein Bachelor Professional in IT soll Einzelpersonen, Gruppen und Teams in unterschiedlichen Konstellationen situationsgerecht führen können. Hinzu kommt die Organisation und Durchführung betrieblicher Schulungsmaßnahmen für Mitarbeitende – ein Aufgabenfeld, das in vielen Unternehmen bislang eher nebenher mitläuft. Die offizielle Abkürzung des Abschlusses lautet B.Prof. in IT. Wer die Prüfung bestanden hat, führt eine Berufsbezeichnung, die fachliche Tiefe, Führungskompetenz und betriebswirtschaftliches Verständnis in einem Titel bündelt. Für Unternehmen schafft der Abschluss damit ein klar umrissenes Profil für Führungsaufgaben im IT-Umfeld – von der Projektsteuerung bis zur Qualifizierung des eigenen Nachwuchses.

Welches Niveau hat der Abschluss?

Der Bachelor Professional in IT ist dem Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugeordnet. Auf dieser Stufe befindet sich auch der akademische Bachelor – beide Abschlüsse gelten als gleichrangig, auch wenn sie auf unterschiedlichen Bildungswegen erworben werden. Während der Hochschulbachelor ein Studium voraussetzt, baut der Bachelor Professional auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung und praktischer Berufserfahrung auf. Der Weg führt damit über das, was Fachkräfte im Arbeitsalltag ohnehin mitbringen, statt über einen Neustart an einer Hochschule.

Die neuen Titelbezeichnungen für die höherqualifizierende Berufsbildung gehen auf die Reform des Berufsbildungsgesetzes zurück: Die berufliche Aufstiegsbildung sollte aufgewertet und ihre Abschlüsse klarer sowie international verständlicher benannt werden. An die Stelle früherer, oft wenig selbsterklärender Titel trat der Bachelor Professional; auf der nächsthöheren Stufe folgt der Master Professional. Die Berufsbezeichnung ist geschützt und lebenslang gültig. Für Arbeitgebende signalisiert der Titel auf einen Blick, auf welchem Qualifikationsniveau sich eine Fachkraft bewegt – ohne dass lange erklärt werden muss, was dahinter steckt.

Wie ist die IHK-Prüfung aufgebaut?

Abgenommen wird die Prüfung ausschließlich von der zuständigen Industrie- und Handelskammer; sie umfasst schriftliche, mündliche und praktische Elemente. Konkret gliedert sie sich in vier Teilprüfungen, die jeweils eigenständig bewertet werden:

  • Fachliche Spezialisierung: der fachliche Kern der Fortbildung, in dem das vertiefte IT-Wissen der gewählten Spezialisierungsrichtung geprüft wird. Zur Wahl stehen mehrere Fachrichtungen, etwa Softwareentwicklung, Systemintegration, IT-Beratung, Informationssicherheit oder Datenanalyse.
  • Mitarbeiterführung und Personalmanagement: schriftliche Prüfungsleistungen sowie eine Gesprächssimulation. Der erfolgreiche Abschluss dieses Teils kann zugleich auf die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) angerechnet werden.
  • IT-spezifische Handlungsfelder: übergreifende Themen aus der IT-Praxis, die über das eigene Fachgebiet hinausgehen.
  • IT-Projekt beziehungsweise Machbarkeitsstudie: eine praktische Arbeit aus dem eigenen beruflichen Umfeld mit einer umfangreichen schriftlichen Dokumentation. Abgeschlossen wird der Prüfungsteil mit einer Präsentation und einem Fachgespräch.

Erst wenn alle vier Teilprüfungen bestanden sind, vergibt die IHK den Abschluss. Das Prüfungsformat zeigt, dass es nicht nur um Theorie geht: Mit der Machbarkeitsstudie müssen die Teilnehmenden nachweisen, dass sie ein reales IT-Vorhaben planen, begründen und vor Fachleuten überzeugend vertreten können.

Für wen eignet sich die Fortbildung?

Zugelassen wird in der Regel, wer eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem IT-Beruf oder eine vergleichbare Qualifikation nachweisen kann und bereits einschlägige Berufspraxis gesammelt hat. Auch Quereinsteigende können je nach Regelung der zuständigen Kammer zugelassen werden; die konkreten Voraussetzungen legt die jeweilige IHK fest. Angesprochen sind vor allem IT-Fachkräfte, die mitten im Berufsleben stehen und den nächsten Schritt in Richtung Führungsverantwortung oder fachlicher Leitungsfunktion planen – etwa erfahrene Entwickler, Systemadministratoren oder IT-Berater.

Der Abschluss muss nicht die Endstation bleiben: Wer weitermachen will, kann anschließend auf das DQR-Niveau 7 aufsteigen, etwa mit dem Strategischen Professional in IT. Auch der Zugang zu Hochschulen kann sich durch den Abschluss eröffnen – abhängig von den Regelungen des jeweiligen Bundeslands und der Hochschule. Für viele Berufstätige ist das ein entscheidender Punkt: Der berufliche Bildungsweg wird damit nicht zur Sackgasse, sondern zu einer durchlässigen Alternative zum Studium.

Wie läuft die berufsbegleitende Fortbildung in der Praxis ab?

Die wenigsten Berufstätigen können für eine solche Fortbildung einfach aus dem Job aussteigen. Entsprechend wichtig ist ein Lernkonzept, das sich mit Arbeitsalltag und Termindruck vereinbaren lässt. Spezialisierte Bildungsanbieter bereiten gezielt auf die IHK-Prüfung vor, strukturieren den Stoff und begleiten die Teilnehmenden bis zum Abschluss.

Ein Beispiel ist ComPers, ein Bildungsanbieter, der sich seit mehr als 30 Jahren auf IHK-Aufstiegsfortbildungen im IT-Bereich spezialisiert hat – vom Geprüften Berufsspezialisten in IT bis zum Bachelor Professional in IT. Die langjährige Erfahrung aus der Qualifizierung des Vorgängermodells „Operativer Professional“ bringt der Anbieter auch in die neue Fortbildung ein. Die ersten Lehrgänge zum Bachelor Professional in IT hat der Anbieter bereits im November 2024 und im März 2025 gestartet; neue Kursbeginne folgen regelmäßig, sodass ein flexibler Einstieg wiederkehrend möglich ist.

Die Fortbildung zum Bachelor Professional in IT bei ComPers folgt einem Blended-Learning-Konzept: Online-Schulungen werden mit Präsenzphasen und Bootcamps zur gezielten Prüfungsvorbereitung kombiniert. Die Dozenten kommen nach Angaben des Anbieters direkt aus der Praxis, und eine digitale Lernplattform bündelt die Lernmaterialien. Gerade beim anspruchsvollen Praxisprojekt – der Machbarkeitsstudie mit ihrer umfangreichen Dokumentation – erhalten die Teilnehmenden Unterstützung, ebenso bei organisatorischen Fragen rund um die Fortbildung neben dem Beruf.

Auch finanziell muss der Schritt nicht allein gestemmt werden: Für Aufstiegsfortbildungen dieser Art kommt unter anderem eine Förderung über das Aufstiegs-BAföG infrage. Wie hoch die Unterstützung im Einzelnen ausfällt, hängt von der persönlichen Situation ab und lässt sich am besten individuell klären – etwa im Rahmen eines kostenfreien Beratungsgesprächs beim Bildungsanbieter.

Ein Abschluss mit Perspektive für die IT-Branche

Für die IT-Branche kommt der neue Abschluss zur rechten Zeit: Fachkräfte sind rar, und Unternehmen suchen nach Mitarbeitenden, die technische Kompetenz mit Führungs- und Projekterfahrung verbinden. Der Bachelor Professional in IT schließt genau diese Lücke – und stärkt nebenbei die Anerkennung der beruflichen Bildung gegenüber dem klassischen Studienweg. Zugleich profitieren Unternehmen, die ihre eigenen Leute qualifizieren: Sie gewinnen Führungskräfte, die ihre Fachkenntnisse bereits im Betrieb bewiesen haben. Wer den nächsten Karriereschritt prüfen möchte, sollte sich zunächst über die Zulassungsvoraussetzungen der eigenen IHK informieren. Erste Orientierung bieten zudem die Beratungsangebote und Informationswebinare spezialisierter Bildungsanbieter, in denen sich klären lässt, ob und wann der Einstieg sinnvoll ist. Und wer die neue Qualifikation später auf dem Arbeitsmarkt wirksam einsetzen will, präsentiert sie am besten in einem klar strukturierten Lebenslauf, der den Abschluss und die dahinterstehende Praxiserfahrung überzeugend sichtbar macht.

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