Die digitale Transformation in der Businesswelt schreitet schnell voran. Um damit Schritt halten zu können, entsteht vornehmlich für kleine und mittlere Unternehmen ein hoher Kostendruck. Um die IT-Kosten zu senken, kommen gebrauchte Softwarelösungen ins Spiel. Ob Windows-Betriebssysteme oder Office-Anwendungen – die Lizenzen lassen sich legal aus zweiter Hand erwerben, wenn man den richtigen Anbieter kennt.
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Das Betriebssystem Windows 11 ist offiziell seit dem 5. Oktober 2021 verfügbar. Allerdings haben noch längst nicht alle Unternehmen in der Bundesrepublik den Sprung von Windows 10 zu seinem Nachfolger geschafft.
Mit dem Supportende von Windows 10 im Oktober 2025 ist der Wechsel jedoch ein wesentlicher Faktor, um einerseits Sicherheitsrisiken zu vermeiden. Andererseits bildet Windows 11 zukünftig die Grundlage für eine performante IT-Umgebung in KMUs.
Ein möglicher Grund, warum Unternehmen und auch Privatpersonen das Betriebssystem dennoch nicht optimieren wollen, besteht in den daraus resultierenden Kosten.
Noch bis November 2025 lieferten sich Windows 10 und Windows 11 daher in Deutschland ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Insbesondere in Privathaushalten, jedoch auch auf vielen Firmenrechnern.
Möchten Unternehmen den Übergang auf das neue Betriebssystem einfach und kostengünstig gestalten, lohnt sich ein Blick auf sogenannte Gebrauchtsoftware. Denn laut Soheil Hosseini, Gründer der Wiresoft AG, ermöglicht der Kauf gebrauchter Lizenzen ein Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent gegenüber dem Neukauf.
Die Nutzung von Gebrauchtsoftware unterstützt Firmen zahlreicher Branchen darin, ihre IT-Ausgaben ohne Abstriche der Funktionalität zu reduzieren. „Lizenzen aus zweiter Hand müssen keinerlei Einbußen in der Qualität der unternehmenseigenen Softwarelandschaft bedeuten“, erklärt ein Experte des Schweizer Unternehmens Wiresoft. Schließlich weiß die Wiresoft AG aus ihrer Beratungspraxis: „Wirtschaftlichkeit und digitale Kompetenz müssen sich nicht gegenseitig ausschließen.“
Verschiedene Händler für Gebrauchtsoftware etablieren das vormalige Nischenprodukt zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor in der Geschäftswelt.
Möglich wird dies durch den sogenannten „Erschöpfungsgrundsatz“. Zusammengefasst besagt dieser, dass sowohl Kauf als auch Verkauf gebrauchter Lizenzen unabhängig von der Zustimmung des Herstellers geschehen können.
Für das Beispiel Windows 11 bedeutet das, Firmen müssen ihr Geld nicht zwingend in neue Softwarelizenzen von Microsoft investieren. Stattdessen erhalten sie eben diese Lizenzen über einen Zwischenhändler ihrer Wahl von anderen Unternehmen, die sie nicht länger benötigen.
Dafür müssen sie lediglich ihre Bestellung im jeweiligen Onlineshop platzieren und bezahlen. Anschließend steht Windows 11 meist sofort zum Download bereit. Die Lizenz wird einfach im Kundenkonto des Käufers hinterlegt. Somit entfallen nicht nur Wartezeiten. Auch zusätzliche Kosten für den Versand werden eingespart.
Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet das Betriebssystem Windows 11 eine Vielzahl innovativer Features und Verbesserungen. Allen voran:
Zudem können Funktionen wie der Microsoft 365 Copilot dabei helfen, mehr Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen. Insbesondere für Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern ergibt sich daraus ein großer Vorteil.
In einer Zeit, in der Cyberangriffe auf deutsche Firmen zunehmen, spielen auch die verbesserten Sicherheitsaspekte bei Windows 11 eine ausschlaggebende Rolle für den Wechsel. Neue Anmeldeschutzmechanismen – einschließlich der biometrischen Anmeldung mittels Windows Hello for Business – können das Risiko von Cyberbedrohungen minimieren.
Für welche Lizenzen sich Unternehmen jedoch tatsächlich entscheiden, hängt von ihren individuellen Ansprüchen sowie den finanziellen Möglichkeiten ab. Wählen sie dabei den Gebrauchtkauf, steht ihnen für weniger Geld eine größere Lizenzpalette zur Verfügung. Denn im Vergleich zu neuer Software ist bereits gebrauchte um ein Vielfaches günstiger.
Die einen suchen eine günstige Lizenz für Windows 11, die anderen möchten eine veräußern. Allerdings funktioniert der Gebrauchtsoftwarehandel ohne professionellen Zwischenhändler nicht immer reibungslos. Das Risiko, an unseriöse Anbieter zu geraten, ist hoch.
Darum lohnt es sich, gebrauchte Lizenzen ausschließlich von renommierten Experten zu beziehen. Denn diese achten streng auf die Qualität der entsprechenden Software.
Die Ansprüche an einen potenziellen Verkäufer der Lizenzen sind dabei hoch. Wer überschüssige Softwarelizenzen verkaufen möchte, muss sämtliche Kaufbelege vom Erwerb vorweisen können. Auch eine lückenlose Rechtekette ist nachzuweisen.
Sind diese Bedingungen gegeben, unterbreiten die Gebrauchtsoftwarehändler den am Verkauf interessierten Unternehmen ein Angebot. Beim eigentlichen Lizenztransfer stehen dann sowohl die Kosten- als auch die Rechtetransparenz im Vordergrund.
Für den Verkäufer sowie für die zukünftigen Käufer bringt die gebrauchte Software also Vorteile. Erstere können durch die Veräußerung der Lizenzen zumindest einen Teil des ursprünglichen Kaufpreises zurückerhalten. Letztere bekommen den Zugriff auf bewährte Betriebssysteme, Office-Anwendungen und Co. deutlich vergünstigt.
Für einige Unternehmen ist der Kauf gebrauchter Software sogar zukunftssichernd. Denn ohne die preiswerten Angebote wäre vornehmlich kleinen Firmen und Selbstständigen mit überschaubarem Umsatz die Digitalisierung der Geschäftsprozesse kaum möglich.
Seriöse Gebrauchtsoftwarehändler kaufen die Software von Unternehmen und Organisationen, die sie nicht länger benötigen. Sei es aufgrund von Fusionen, Umstrukturierungs- oder Digitalisierungsmaßnahmen.
Folglich handelt es sich zu 100 Prozent um Originalware, deren Weiterverkauf legal ist. Das entschied der Europäische Gerichtshof bereits im Juli 2012.
Der sogenannte „Erschöpfungsgrundsatz“ im Urheberrecht liefert die rechtliche Basis für den Wiederverkauf von Software. Laut ihm endet das Urheberrecht des Herstellers, sobald er die Software in den Verkehr bringt. Für den Verkauf oder Kauf gebrauchter Lizenzen ist die Zustimmung des Herstellers demnach nicht notwendig.
Software kann sich im Gegensatz zu vielen anderen Produkten nicht abnutzen. Demnach gibt es bei Neu- und Gebrauchtsoftware keine Unterschiede in Sachen Qualität und Funktionalität.
Aufgrund der hohen Einsparmöglichkeiten ist Gebrauchtsoftware insbesondere für Selbstständige und KMUs attraktiv. Jedoch können auch große Unternehmen dank gebrauchter Software ihre IT-Kosten senken.
FirmenBILD Redaktion
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